Ganz oben, am nördlichsten Punk Dänemarks liegt die Landzunge Grenen. Hier treffen die beiden Meere Skagerrak (Nordsee) und Kattegat (Ostsee) aufeinander. Und nicht nur das, man befindet sich auch am nördlichsten Punkt des europäischen Festlands.
Irgendwie ganz schön beeindruckend :)
Bei guten Wetter kann man den Unterschied der beiden Meere genau ausmachen
– die Farben, d.h. das Blau der Meere unterscheidet sich ein wenig.
Bei unserem Besuch war es leider sehr wolkig und regnerisch,
sodass der Unterschied kaum zu sehen war.
Aber der Punkt, an dem beide Meere aufeinandertreffen war deutlich zu erkennen.
Hier kann mit meinem Bein in der Nordsee und mit dem anderen Bein in der Ostsee stehen.
Ein wirklich faszinierender Ort, den man bei einer Reise durch Dänemark nicht verpassen sollte.
Allein schon der Spaziergang am Strand war herrlich
und dank des Wetters hatten wir auch unsere Ruhe!
Es gibt mehrere Wanderwege, die am Parkplatz starten und u.a. zu Grenen führen.
Wir nahmen den direkten Weg, da wir uns nicht auf das Wetter verlassen konnten.Der Weg wurde mit etwa 3 km angegeben und führte uns zunächst durch die Dünen und dann am Strand entlang.
In den Dünen kamen wir auch am Grab von Holger Drachmann vorbei.
Holger Drachmann war ein in Dänemark landesweit bekannter Dichter und Maler.
Er war nicht nur von der Landschaft rund um Skagen begeistert, sondern interessierte sich auch für seine Bewohner und setzte sich für sie ein. Als der Dichter 1908 starb,
brachte man ihn nach Skagen, um ihn auf der Landzunge Grenen zu bestatten.
​​​​​​​Neben diesem „Denkmal“ findet man am Strand von Grenen auch einige Bunker aus dem 2. Weltkrieg – die Überreste einer deutschen Festungsanlage. Im Sommer 1942 begann der Bau des ersten Bunkers am sog. Stützpunkt „Hamburg“. Die bis 1944 erbauten 45 Bunker des Stützpunktes waren mit 368 Soldaten bemannt.
Der nördlichste Punkt Dänemarks war immer wieder in Kriege verwickelt, auch schon vor dem 2. Weltkrieg. Denn wenn Kriegsschiffe es schafften, das Skagen Riff zu passieren, konnten sie durch das Kattegat bis nach Kopenhagen gelangen. Das Skagen Riff gilt als besonders gefährlich, da sich seine Form bei stürmischen Wetter verändert und für Schiffe dann nur schwer auszumachen ist. Leuchttürme und Leuchtfeuer waren für die Seefahrt unerlässlich und wurden in Kriegszeiten bei Angriffen immer wieder gelöscht.
Das Baden ist am Strand von Grenen durch die starke, lebensgefährliche Strömung, strengstens verboten,
aber mit etwas Glück kann man hier Robben und Delfine beobachten.

Die Auszeit am Strand tat gut, das Meer versprüht doch immer wieder eine ganz besondere Ruhe, oder? :)

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